Dienstag, 28. Oktober 2014

[Top-Empfehlung] 5 Tage Liebe


5 Tage Liebe

Adriana Popescu

306 Seiten

Amazon Media

3,99€

 Jonas Fuchs – charmant und etwas schräg – ist Dauersingle. Die Sache mit der Liebe? Hat er längst aufgegeben. Bis er für den Junggesellenabschied seines besten Freundes die Stripperin Maya engagiert – und sich Hals über Kopf in sie verknallt. 

Die Liebe zur bezaubernd frechen Maya hat jedoch einen Haken: Gegen Bezahlung tanzt Maya nicht nur für Männer. Sie schläft auch mit ihnen. Und sie ist überzeugt – wirklich große Liebesgeschichten enden nach 5 Tagen. Jonas setzt alles daran, Maya das Gegenteil zu beweisen. Doch dann kommt der 6. Tag ... 


* Warum ist "5 Tage Liebe" so besonders?

Es ist randvoll mit Gefühlen gespickt und hat mich oft an vergangene Zeiten, vergangene Lieben denken lassen. Es hat mich mitgenommen auf eine eigentlich unspektakuläre Reise und vollkommen überrascht. Hat mich nachdenken lassen. All das hätte ich niemals hinter diesem Buch vermutet und genau deshalb wurde es zu einer [Top-Empfehlung]!

Jonas Fuchs ist ein Klischee-Singlemann - zumindest empfand ich das so - bis er eines Abends auf Maya trifft und sein ganzes Leben sich um 180 Grad dreht. Es war ein etwas anderes Gefühl, einem Mann bei der Suche nach der Liebe über die Schultern zu sehen. Er ist wie in einem Sog; möchte Mayas Herz für sich gewinnen und steht sich dabei doch oft selbst im Weg.



Aber ich reiße mich los. Ich muss, weil ich mich sonst hier und jetzt verliebe. Da ich das nicht kann, nicht werde und nicht weiß wie es geht, tue ich so, als wäre alles wie immer. Als hätte ich gerade nicht vielleicht das Schönste in meinem Leben gesehen.

Die Autorin wiegte mich mit ihrem Schreibstil geradewegs in ein Lesekoma - ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, verschlang das Buch, aber gleichzeitig wollte ich jedes einzelne Wort einatmen, in mich aufnehmen und darüber nachdenken. Viele Stellen berührten mich sehr, verpassten mir eine Gänsehaut ... und ich wusste selbst nicht warum.

Die Geschichte von Jonas und Maya ging mir unter die Haut, tief in mein Herz hinein und wollte dort nie mehr hinaus. Manche Bücher sind einfach Schicksal - so war es wohl bei mir und "5 Tage Liebe". Aus irgendeinem Grund fing ich es an zu lesen und wollte nicht mehr daraus auftauchen. Es war magisch.


So aber ist es einer dieser Küsse, die man den ganzen Tag mit sich herumträgt und überlegt, was er zu bedeuten hat.


* Worum geht es in dem Buch?

Jonas lernt Maya alias Lucy auf dem Junggesellen-Abschied seines besten Freundes kennen - er hat sie als Stripperin engagiert und ist vom ersten Moment an verzaubert von ihr. Er möchte sie näher kennen lernen, weiß dass es Liebe auf den ersten Blick ist und buhlt um ihre Gunst.

Doch Maya glaubt fest daran, dass eine Beziehung nur 5 Tage lang halten kann; dann ist der Zauber der ersten Verliebtheit verflogen und man hat bereits alles erlebt was es zu erleben, zu fühlen gibt. Jonas lässt sich darauf ein und möchte ihr zeigen, dass es viel mehr als 5 Tage sein können ... aber wie so oft kommt den beiden das Leben selbst in die Quere.

* Für wen ist "5 Tage Liebe" geeignet?

Für Singles. Für glückliche und unglückliche Paare. Für Frauen und Männer. Für die, die wissen was Liebe ist und für diejenigen, die noch auf der Suche danach sind. Für Liebesroman-Lieber und Liebesroman-Hasser. Für jeden einzelnen von euch da draußen!!


Junge Herzen heilen schnell. Das ist so, wie wenn Kinder zwei Sprachen gleichzeitig lernen, ganz ohne Probleme. Später dann wird es immer schwerer. Ich kenne ein Kind, dass spricht vier Sprachen und ist gerade mal fünf. Ich habe versucht mir selbst Italienisch beizubringen und kann nur einen Kaffee bestellen. Weil es mit dem Alter schwerer wird.


* Top-Empfehlung

Lasst euch in diesen Roman reinfallen - lasst ihn wirken und in euch einsickern. Atmet jeden Satz dieses Buches gründlich ein und lasst euch verzaubern von einer der schönsten Liebesgeschichten die ich je gelesen habe. Randvoll mit Magie, dem Zauber des Augenblickes und einer Prise Hoffnung für alle, die die Liebe schon aufgegeben haben. Es gibt sie da draußen - auch wenn ihr sie nur für 5 Tage habt; gebt das Suchen nicht auf!


Dies war meine ganz persönliche Liebesgeschichte. Vielleicht war sie nicht ganz so aufgebauscht wie mancher New Adult-Roman, aber dafür war sie ehrlich. Sie war schmutzig, süß, bitter und echt. Wenn man im 21. Jahrhundert lebt, kann man nicht davon ausgehen, dass alles nach einem bestimmten Plan verläuft.


Sonntag, 26. Oktober 2014

[Rezension] Die Achse meiner Welt

Die Achse meiner Welt

Dani Atkins

320 Seiten

Droemer Knaur

9,99€ 

Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah?

Meine Meinung:

Was soll ich sagen? Was beschreibt dieses unglaubliche Gefühl am Besten, dass sich am Ende dieses Buches in mein Herz geschlichen hat? Glückseligkeit?! Ich weiß es nicht und werde es auch nicht fassen können, aber ihr merkt diese Geschichte hat etwas in mir losgetreten. Und dann auch noch dieses perfekte Cover, der Titel *hach* alles ist einfach perfekt gewesen!

Was diese Geschichte so einzigartig macht? Ich war mir nie sicher wohin die ganze Geschichte führt, was als nächstes passiert und wie es wohl ausgeht. Rachel erlebt einen schlimmen Unfall bei dem ihr der wichtigste Mensch in ihrem Leben genommen wird. Sie lernt damit zu leben - bis Rachel nach einem weiteren Sturz im Krankenhaus aufwacht und ihren Augen nicht trauen kann.

Befindet sie sich in einem "anderen Leben"? In einem Paralleluniversum? Sie weiß es nicht, der Leser weiß es nicht und damit hat die Autorin einen wahnsinnigen Spannungsbogen aufgebaut. Man fliegt nur so durch die Seiten, will wissen was Sache ist und wird ziemlich oft an der Nase herumgeführt.

Der Schreibstil ist wunderbar, die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz und man verdrückt die eine oder andere Träne. Rachel tat mir so unendlich leid, ich hätte sie am Liebsten in den Arm genommen und vor all den komischen Dingen um sie herum beschützt.

Doch auch wenn der Schluss ganz anders kam als wie ich ihn mir gewünscht hätte, ist diese Geschichte so unglaublich voll mit Gefühlen dass ich der Autorin da nicht böse sein konnte.

Mein Fazit:

Eine wahre Gefühlsexplosion erlebt ihr beim Lesen dieses Buches - scheint es anfänglich sehr unscheinbar zeigt die Geschichte ziemlich schnell dass sie mehr als 0815 ist und erobert euer Herz im Sturm - versprochen! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

P.S.: Schön fand ich auch nach dem Lesen den Austausch mit dem Knaur Verlag auf Twitter - das macht mein Leserherz glücklich!



Freitag, 24. Oktober 2014

[Rezension] Die Berufene

Die Berufene

M.R.Carey 

512 Seiten

Droemer Knaur Verlag

14,99€

Großbritannien, in nicht allzu ferner Zukunft: Ein grauen­hafter Parasit befällt die Menschheit. Millionen sind bereits infiziert und bedrohen die wenigen Gesunden. Alle Hoffnungen ruhen auf einer Schar Kinder, die anders auf den Erreger reagieren. Auf einer ent­legenen Militärbasis halten Wissenschaftler sie gefangen – zu allem entschlossen, um ihnen ihr biologisches Geheimnis zu entreißen. Doch es läuft nicht nach Plan.

Meine Meinung:

Nicht unbedingt gute Meinungen zu dieser Geschichte haben mich lange Zeit abgeschreckt es zur Hand zu nehmen - doch eines Tages hat mich die Lust gepackt und ich habe mich hineinfallen lassen. Was mich dort erwartet hat? Hungernde, ein tapferes kleines Mädchen, eine irre Wissenschaftlerin, furchtlose Soldaten und eine Welt, die so ist wie man es sich nie wünschen würde.

Anfänglich konnte ich mich so gar nicht auf das Ganze einlassen - es gab viele langatmige, medizinische Stellen mit Fachbegriffen die mich so rein gar nicht interessierten; sie verdarben mir gewaltig den Lesespaß und kurzzeitig wollte ich auch abbrechen. Doch dann machte es "Klick", Melanie zeigte mir ihre Welt und nahm mich mit auf ein gewaltiges Abenteuer.

Um was geht es? Die Menschheit wurde von einer Seuche befallen, die sich in ihre Gehirne einnistete und sie zu willenlosen Monstern machte - zu Hungernden, welche sich von Menschenfleisch ernährt. 

Noch ist dennoch nicht alle Hoffnung verloren; auf einem Militärstützpunkt werden Experimente an Kindern durchgeführt die zwar auch das Gen in sich tragen, aber immer noch menschlich agieren. Doch eines Tages kommt es zum Übergriff und es ist nichts mehr wie es mal war ...

Ein Weltuntergangs-Szenario vom Allerfeinsten! Und dabei hat der Autor es geschafft mir die Charaktere an die Hand zu geben, sie mir ins Herz zu pflanzen und dort werden sie auch bleiben. Melanie hat es mir sehr angetan; sie weiß selbst dass sie etwas in sich hat, etwas ist was sie zu einer Bedrohung macht; doch sie kämpft mit aller Macht dagegen an und möchte dabei einfach nur ein Kind sein.

Mein Fazit:

Skepsis wandelte sich zu grenzenloser Begeisterung. Langweilige Stellen mit medizinischen Fakten können ruhig übergangen werden - lasst euch dafür lieber auf die fantastischen Charaktere ein und genießt die Geschichte. Eine gnadenlose Welt mit Zombie-Faktor und einem Ende dass mir eine gewaltige Gänsehaut beschert hat. Ich vergebe

4 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Lese-Einblick #5] Die Berufene





Ja was soll ich sagen? Entweder ich bin zur Zeit relativ kritisch Geschichten gegenüber ODER es bahnt sich eine fette Leseflaute an. Da ich eher zu 1.) tendiere will ich euch das Buch nicht madig machen; aber einen kleinen, kritischen Einblick möchte ich dann doch liefern.

"Die Berufene" spielt in einer Welt, in der es Hungernde gibt - Menschen, die kanibalistische Züge zeigen und so die halbe Menschheit ausgerottet haben. Als Leser startet man in einer Forschungsstation, die Kinder mit eben diesen Wesenszügen beherbergt; sie beobachtet und seziert. 


Einige von euch sind neu hier. Ihr habt keine Ahnung, worauf ihr euch da eingelassen habt, und ihr habt erst recht keine Ahnung, wo zum Teufel ihr seid. Ihr habt Schiss vor diesen elenden Missgeburten stimmts? Das ist gut. Nehmt euch diese Furcht verdammt nochmal zu Herzen.

Bisher liest es sich in gewissen Abschnitten ganz gut und auch sehr spannend - doch dann kommen immer wieder langatmige Stellen, an denen ich eher abschalte als sie bewusst zu lesen. Doch die Geschichte an sich, die Hauptidee, lässt mich doch noch hoffen. Aktuell bin ich auf Seite 97 von 495 - es hat also noch ein bisschen Zeit bis ich mein endgültiges Urteil fälle!

Montag, 20. Oktober 2014

[Rezension] Endgame - Die Auserwählten

Endgame - Die Auserwählten

James Frey

592 Seiten

Oetinger Verlag

19,99 € 

ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch. Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. 

Meine Meinung:

Ich weiß schon selbst gar nicht mehr, warum ich mich SO sehr auf dieses Buch gefreut hatte - aber es war so und als ich es auf Arbeit dann endlich auspacken durfte war ich gleich ganz eingenommen von dem wunderbaren golden glänzenden Cover! Auch die Geschichte versprach viel von vornherein; doch würde sie halten was sie versprach?

Sie tat es! Anfänglich tat ich mir sehr schwer mit den ganzen Namen, den vielen Personen und natürlich war da auch noch die Frage was Endgame denn nun war. Die ersten 100 Seiten inhalierte ich in einem Zug; doch irgendwann kam der Punkt an dem ich nicht wusste ob ich weiter lesen sollte oder nicht.

Götter sollen das alles inszeniert haben?! Da waren meine Zweifel aufgewacht; hatte es sich anfangs wie "Tribute von Panem" gelesen entwickelte es sich nach und nach in eine ganz andere, ungewohnte Richtung. Bis zum Schluss blieben auch diese Zweifel - aber die Geschichte war einfach zu gut und spannend aufgebaut, als dass ich hätte aufhören können. 

Jeder Charakter war auf seine Art und Weise spannend zu betrachten; natürlich hatte ich meinen Liebling ( und er/sie ist noch dabei! ), aber mitgefiebert habe ich doch mit allen. Und dass das ein Autor schafft ist schon einen kleinen Applaus wert. Auch die ganzen Begebenheiten, das ganze Spiel faszinierten mich und hielten mich am Lesen.

James Frey hat einen spannenden Auftakt zu einer hoffentlich weiterhin so aufregenden Trilogie gestartet - wenn er jetzt im zweiten Teil so weiter macht kann ich jetzt schon riesigen Lesespaß vorweg garantieren!

Mein Fazit:

Temporeich, Action pur und Energiegeladen - so startet man als Leser in diese Reihe und kann kaum Atem holen zwischen den einzelnen Szenen. Abwechslungsreiche "Endzeit-Dystopie" mit einem Schuss "Panem". Eine eindeutige Leseempfehlung für euch da draußen -auch gehypte Bücher können gut sein! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!!

P.S.: Es gibt bisher auch zwei E-Book Novellen zu zwei Charakteren - Chiyokos Mission und Kalas Rache sowie ein Buch mit den Schauplätzen in Endgame, also quasi ein kleiner Storyguide. Einfach nur toll wie diese Geschichte immer mehr ausgebaut wird.

Sonntag, 19. Oktober 2014

[Sonntags-was-auch-immer #10] Der liebe SUB

Huhu ihr da draußen!

Welcher Buchliebhaber kennt es nicht? Man ist gerade aus einer wunderbaren Welt aufgetaucht, trauert den Charakteren noch nach ... doch irgendwann will man sich wieder in eine Geschichte fallen lassen, macht sich auf den Weg zum Bücherregal, steht davor und .... weiß nicht für welches Buch man sich entscheiden soll.

Man streicht über die Buchrücken, zieht einzelne heraus, blättert hinein und liest den Klappentext, stellt sie zurück und geht weiter. Welches dieser spannenden Bücher will man als nächstes lesen? Will man einen Mörder jagen oder einem Serienkiller über die Schulter schauen? Will man von einem Liebesabenteuer ins nächste taumeln oder den wahren Traumprinzen finden? Oder in ferne
Galaxien reisen und dort eine fremde Spezies ergründen?

Es gibt viele Möglichkeiten und doch ist man als Leser jedes Mal aufs neue überfordert. Was tun? Oft wendet man sich an Gleichgesinnte um nach Rat zu fragten oder es kommt zum Frustkauf - man kann sich nicht entscheiden also muss ein komplett neues Buch her.

Doch ist das immer eine gute Lösung? Wahrscheinlich nicht aber man fühlt sich sofort besser, beruhigter - denn was wäre, wenn man seinen SUB auf eine erschreckend kleine Zahl schrumpfen lassen würde? Was wäre, wenn dann ein Schneesturm über das Land hereinbrechen würde und man hätte nur eine gewisse Anzahl an Büchern zur Auswahl?

Dieses Szenario ist fest verankert in jedem Leserherzen und genau aus diesem Grund hegt, pflegt man seinen riesigen Stapel ungelesener Bücher. Aber wenn es dann zur Auswahl des nächsten Buches kommt steht uns eben dieser im Weg - ein Teufelskreis - doch wollen wir ihn durchbrechen? 

Ich für meinen Teil  nicht! Ich liebe es jeden Tag an meinen Bücherregalen vorbei zu gehen, all die ungelesenen Geschichten zu betrachten und mir zu denken "Ich habe alle Zeit der Welt in diese Geschichten einzutauchen und sie zu entdecken"! Hachja, der liebe SUB - für viele ein Ärgernis, für mich eine der schönsten Sachen der Welt.

Samstag, 18. Oktober 2014

[Lese-Einblick #4] Auf der richtigen Seite



 Eine Arbeitskollegin aus meiner neuen Arbeit schwärmte so sehr von diesem Buch vor - und da musste ich mir einfach selbst eine eigene Meinung darüber bilden. Das Cover sprach mich ja sofort an - passt auch perfekt zur Geschichte und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Doch um was geht es? Joshua lebt mit seiner Familie innerhalb einer Mauer, weiß nur dass sich dahinter der Feind verbirgt, den er in ein paar Jahren als Soldat bekämpfen muss. Als er dann eines Tages einen Tunnel findet, der Joshua hinter die Mauer bringt und ihn das Leben dort zeigt, ist nichts mehr wie vorher.


Wenn man die Gelegenheit bekommt, ein Geheimnis aufzudecken, und man geht einfach daran vorbei, dann stimmt doch irgendwas nicht mit einem!

Ich bin ziemlich zwiegespalten was die Geschichte angeht - auf der einen Seite gefällt mir die Sprache, der Schreibstil und die Bilder, die der Autor sehr gut, auf der anderen Seite will ich endlich wissen was Sache ist. Man weiß als Leser nur dass Joshua Jude ist - und dass auch nur aufgrund des Klappentextes.

Welches Jahr man schreibt, was für geschichtliche Hintergründe dort herrschen könnten; man weiß rein gar nichts und tappt ziemlich im Dunkeln. Und gleichzeitig hat man auch das Gefühl, dass es nicht gerade bald aufgezeigt wird. Ich bin nicht schnell ungeduldig, aber nach 183 Seiten möchte ich doch ein wenig schlauer sein als am Anfang.

Ich bin gespannt wie die Geschichte wohl ausgehen wird und was wohl hinter der Mauer vor sich geht!

Freitag, 17. Oktober 2014

[Rezension] Hüter der Erinnerung

Hüter der Erinnerung

Lois Lowry

206 Seiten

Dtv Verlag

9,99 €

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas' Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht - ein lebensgefährliches Unterfangen ...


Meine Meinung:

Ein Buch wie ein Film - es hat mich nicht losgelassen und im Atem gehalten; ich habe nachts davon davon geträumt und mir vorgestellt, wie es wäre in dieser Welt afzuwachsen. Ohne Farben, Berufe werden einem nach seinen Fähigkeiten zugeteilt; eine Gesellschaft die tut was man ihr sagt ohne nachzudenken und Regeln über Regeln.

Anfangs scheint diese Welt ohne Fehler; es gibt keine Gewalt, keine Zerstörung, die Menschen sind glücklich so zu leben und kennen es nicht anders. Doch was ist wenn sie erfahren würden, dass es auch anders geht? Das es eine Welt gibt, in der Farben existieren, in der man seinen Beruf selbst wählen kann und in der man eines auf jeden Fall ist: Freier.

Jonas hinterfragt dies alles auch nicht - bis er zum Hüter der Erinnerung ernannt wird. Er bekommt alle schlechten, aber auch guten Erinnerungen an eine "alte" Welt übertragen; Erinnerungen an Krieg, Gewalt, Zerstörung ... aber auch an Farben, Jahreszeiten und Gefühle.

Ich habe von der ersten Seite an mich in die Geschichte hineinfallen lassen, wurde regelrecht in Jonas Welt hineingezogen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Lois Lowry schafft es den Leser zu fesseln! Es ist zwar ein sehr kurzfristiges Lesevergnügen, aber ich kann es nur jedem Empfehlen - ein wenig hatte es mich an Haddix "Schattenkinder" erinnert - ebenfalls im Dtv Verlag erschienen.

Mein Fazit:

Lest es lest es lest es! Ich werde mir die Verfilmung auf jeden Fall ansehen und hoffe dass sie auch nur ansatzweise an dieses Buch heranreicht. Wer auf Utopien steht wird hier fündig und ein tolles Lesevergnügen bekommen. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

Dienstag, 14. Oktober 2014

[Abgebrochen #2] Horrorstör



Warum? Die Grundidee des Buches konnte mich anfänglich überzeugen - aufgebaut wie ein Ikea-Katalog; das hatte ich vorher noch nicht gesehen und machte mich neugierig. Auch der Einstieg machte Lust auf mehr. Doch nach ungefähr der Hälfte der Geschichte fing es an mich zu langweilen. Gerade dann fing zwar die Spannung an, aber nichts konnte mich mehr am Lesen halten.

Ich wurde mit den Charakteren nicht warm, konnte ihnen nichts abgewinnen und der Geschichte kaum folgen; was wohl an meinen doch zu schwammigen Englischkenntnissen lag.

Für wen? Ich kann es jedem Thrillerfan ( mit guten Englischkenntnissen! ) ans Herz legen die einen guten Schuss Grusel vertragen können - versucht euch an Horrorstör und lasst mich wissen ob es euch besser gefallen hat. Vielleicht nimmt die Geschichte doch noch Fahrt auf und ich habe es zu früh abgebrochen.

Was wäre besser?  Das lange Vorgeplänkel zu streichen, gleich zur Sache zu kommen und den Leser nicht zu lange in der Schwebe zu halten. Ansonsten habe ich nichts zu kritisieren - allein die außergewöhnliche Idee verdient Aufmerksamkeit!

Sonntag, 12. Oktober 2014

[Sonntags-was-auch-immer #9] Kleiner Wochenrückblick

Herzliches Hallo an euch Buchverrückten da draußen!

Langsam packt mich wieder die Bloglust und ich eröffne sie mit einem kleinen [Sonntags-was-auch-immer]. Und was ist besser als ein kleiner Wochenrückblick? Dann los!

1.) Siegfried Lenz ist gestorben

Siegfried Lenz ist am 07.10. verstorben; er war einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur gewesen. Die Nachricht erschütterte die Buchbranche - es gab einige sehr bewegende Nachrufe von vielen seiner Kollegen und Verlagsmenschen. 
 “Siegfried Lenz war für uns immer ein ganz besonderer Mensch und Schriftsteller”, sagt Erika Tipke. Und sein Tod “hat mich doch sehr betroffen gemacht”. Doch es bleiben “wunderbare Erinnerungen” und “seine einzigartigen Bücher”.
Seine wichtigsten Werke sind unter anderem "Heimatmuseum" und "Deutschstunde".


2.) Buchmesse Frankfurt in den Startlöchern

Die Frankfurter Buchmesse hat ihre Tore wieder geöffnet und präsentiert wie jedes Jahr die neuesten Bücher, viele spannende Lesungen und Diskussionen UND ist damit natürlich der (!!) Anlaufpunkt für jeden Buchverrückten. Finnland ist dieses Jahr das Gastland auf der Messe. Die Frankfurter Buchmesse ist mit inzwischen über 7 000 Ausstellern die weltweit größte Veranstaltung ihrer Art.

Und selbstverständlich wurde auch wieder der "Deutsche Buchpreis" vergeben - er ist mit 25.000 € dotiert. Vergeben wurde er an Lutz Seiler mit seinem Roman "Kruso".

»Der irrste, abgedrehteste und komplexeste Roman von allen Neuerscheinungen dieses Jahres ... ist zweifellos Lutz Seilers Kruso – und bei Weitem auch der kunstvollste.«
Sabine Vogel, Berliner Zeitung 06.09.2014

3.) Amazon kommt mit einer neuen E-Book-Flatrate

Amazon startet mit "Kindle Unlimited" eine E-Book-Flatrate die monatlich 9.99€ kostet und mit welcher man auf über 700.000 Ebooks zugreifen kann. Damit reiht Amazon sich in eine Reihe ein mit Skoobe oder Readfy; doch kann sich der Gigant damit behaupten?

Viele Bestseller-Titel sucht man noch vergeblich; die Indies überwiegen. Doch wenn sich das ändert ... was wird dann passieren? Eine neue Idee ist es auf jeden Fall nicht und auch das Rad ist nicht neu erfunden worden; es gibt viele skeptische Stimmen und Kritik an dem Modell; aber man kann nur abwarten und die Entwicklungen verfolgen.

4.) Tolino Vision 2 

Auf der Buchmesse ist auch bekannt geworden, dass ein neuer, optimierter Tolino Vision im November erscheinen soll - der Vision 2. Er ist wasserdicht und ermöglicht das Umblättern durch ein kurzes Antippen der Rückseite des Geräts.

Auch am Design wurde ein wenig gespielt - er sieht meiner Meinung nach eleganter aus und ist gefühlt noch ein wenig dünner und handlicher geworden.

Bestellt man ihn vor bis Anfang November zahlt man 129€, genauso viel wie der alte Tolino Vision gekostet hat. Danach wird der Preis auf 149€ angehoben - vorbestellen lohn sich also!


Und zum Schluss gibt es die 5.) Neuerscheinungen diese Woche

Viele tolle Bücher sind diese Woche erschienen; hier eine kleine feine Auswahl davon. Am meisten hatte ich mich ja auf "Endgame" gefreut, es bereits gelesen und bin ziemlich begeistert davon - hat mich ein wenig an Panem erinnert. Auf welche Neuerscheinung habt ihr euch am meisten gefreut?

Und damit verabschiede ich mich in meinen ersten und einzigen freien Tag diese Woche - habt einen lesereichen Sonntag!

Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden, unseren vertrauten Lebensgefährten.
                                                Ludwig Feuerbach


Sonntag, 5. Oktober 2014

[Rezension] Der Satan schläft nie

Der Satan schläft nie

Robert Pleyer

280 Seiten

Droemer Knaur

14,99€ 

Die Hälfte seines Lebens verbrachte Robert Pleyer bei den Zwölf Stämmen, einer radikal-christlichen Sekte, die Gewalt gegenüber ­Kindern für ein göttliches Gebot hält. Sein Bericht über das Innen­leben dieser mysteriösen Gemeinschaft ist eine schockierende Geschichte über religiösen Fundamentalismus mitten in Deutschland.


Meine Meinung:

Interessiert am Thema "Sekten" war ich ja schon immer - doch deutsche Sekten, über die auch noch Bücher geschrieben wurden gibt es sehr wenige. In dieser Geschichte zeigt der Aussteiger Robert Pleyer auf, wie Menschen die eigentlich Zugang zu Gott gesucht haben manipuliert und abhängig gemacht werden und aus eigener Kraft kaum in der Lage sind, dort wieder auszutreten.
  
Die Zwölf Stämme wurden 1972 in den USA von Elbert Eugene Spriggs gegründet. Sie haben heute 2.500 Mitglieder weltweit, von denen die Hälfte jünger als achtzehn Jahre ist. Der Gründer wird von seinen Anhängern als Apostel bezeichnet und gibt die Lehre für ein urchristliches Leben vor.


Doch was unterscheidet diese Gemeinschaft von anderen?


Innerhalb der "Zwölf Stämme" leben die Mitglieder unter totaler Kontrolle. Es gibt die Ältesten, welche sich um das Wohl der Gemeinschaft kümmern; sie entscheiden wie das verdiente Geld zu verwalten ist, wer wen und vor allem wann heiraten darf ( um überhaupt heiraten zu können müssen Anträge gestellt werden und nach einer 1 Jährigen Probezeit wird entschieden ob geheiratet werden darf ) und ob ein Sektenmitglied es noch würdig ist, in der Gemeinschaft zu leben.


Die Jünger der Zwölf Stämme dürfen nicht selbst entscheiden, wann und wohin sie reisen, wo sie wohnen und wann sie ihre Familien sehen. Sie besitzen kein Privateigentum und der Lohn ihrer Arbeit wird ihnen nicht ausgezahlt. Es ist ihnen verboten, jederzeit das Wort zu ergreifen und zu sagen, was sie denken.


Mich hat Roberts Geschichte aufgerüttelt, fassungslos gemacht und zum Nachdenken gebracht. Was veranlasst Menschen, sich solch einer Gruppierung zuzuwenden? Warum machen sie sich abhängig von einer derartigen Gemeinschaft? Ist es eine christliche Glaubensgemeinschaft, die sich nach und nach in eine religiöse Sekte verwandelt hat?


"Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt jeden, den er gern hat ..." 


Doch noch viel mehr als alles andere schockierte mich der Umgang mit den Kindern, den diese Sekte pflegt; an den sie glaubt und der von Gott "vorgeschrieben" wurde.

Die Kinder werden von klein auf gezüchtigt; z.B. schon als Baby eng gewickelt in ein Tuch, damit sie sich nicht mehr bewegen können und somit ihr Wille nach und nach gebrochen wird. Auch später sind Schläge mit Weidenruten und Bestrafungen gern gesehen unter den Anhängern und MUSS in der Kindererziehung.



Eltern müssen die unterschiedlichen Phasen der Kindererziehung verstehen: 1. Kontrolle; 2. Erziehung. Wenn Eltern wahrhaft nach Gottes Wort leben, haben sie die Kontrolle über ihre Kinder. Wenn die Kinder nicht gehorchen, habt ihr sie nicht richtig erzogen. Das wichtigste Ziel ist es, die Kinder unter Kontrolle zu bringen. Der Wendepunkt ist erreicht, wenn das Kind die Herrschaft der Eltern anerkennt.


Alles in allem hat das Buch die Sekte von allen Seiten beleuchtet, aufgezeigt und mir gezeigt, wie schnell man in den Händen einer solchen Gemeinschaft gefangen sein kann und wie hilflos man dabei ist; auch wenn man es gar nicht meinen würde.

Kleiner Kritikpunkt: Der Schreibstil hat mich ab und an ein wenig durch das Buch geschleift und es mir an manchen Stellen nicht leicht gemacht, die Geschichte flüssig lesen zu können.

Mein Fazit:

Ein interessanter Bericht über eine deutsche Sekte, die aufgrund ihrer Kindererziehung stark in der Kritik der Öffentlichkeit stand; mit diesem Buch kann sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden und die Hintergründe der Gemeinschaft "Zwölf Stämme" kennen lernen. 

Freitag, 3. Oktober 2014

[Rezension] Knutschflecke gibt´s später

Knutschflecke gibt´s später

Silvia Konnerth

283 Seiten

Amazon Ebook

für kurze Zeit nur 0,99€ ( sonst 2,99€ )

Bis vor kurzem schwebte Anna auf Wolke sieben und träumte von einer weißen Hochzeit mit Tom. Doch jetzt ist Tom weg und Anna ist nichts geblieben als ein kleiner blauer Zettel, der sie in tiefe Verzweiflung stürzt. Wie findet man zurück ins Leben, wenn Träume zerplatzen? 

Ausgerechnet jetzt begegnet Anna ihrer Jugendliebe Felix. Alte Gefühle flammen auf, doch Anna ist noch nicht so weit. Oder doch? 
Soll sie es wirklich riskieren, ein weiteres Mal verletzt zu werden? 

Ein Roman über die Liebe, das Loslassen und Festhalten. Und über schuhverrückte Freundinnen, backende Mütter und von der Kunst, einer weißen Couch für immer Lebewohl zu sagen. 

Meine Meinung:

Lang lang hat es gedauert bis ich zu diesem Ebook gegriffen habe. Dann war da auch noch der Umzug in dem Monat, die neue Arbeit und alles andere. ABER jetzt habe ich ja im Zug genug Zeit zu lesen und so habe ich gestern diese Geschichte in einem Stück eingeatmet.

Doch um was geht es? Anna ist seit 7 Jahren mit Tom zusammen und möchte endlich Nägel mit Köpfen machen; heiraten, Kinder kriegen ... Doch von einem Tag auf den anderen verschwindet Tom, macht sich auf eine Weltreise und lässt eine am Boden zerstörte Anna zurück.

Da taucht auf einmal Anna´s Jugendliebe Felix wieder auf und schon bald geht es drunter und drüber in ihrem Liebesleben.

Der Schreibstil ist sehr erfrischend und lockerleicht, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe sehr, sehr viel gelacht! Anna ist mir eine gute Freundin geworden, ich habe sie in mein Herz geschlossen und habe mit ihr gelitten. Ein wunderbarer Charakter wie ich finde; leicht tollpatschig, aber ansonsten herzlich und liebevoll.

Ihre beste Freundin Kerstin brachte mich oft zum Lachen und Schmunzeln; doch ihre Mutter schoss immer wieder den Vogel ab und wäre bei der NSA meiner Meinung nach super aufgehoben liebe Sylvia ;) ( 1a Verhörtechniken!! ) - Ich mag es ja ungemein, wenn mich ein Autor mit seinen Charakteren solchen Spaß bereitet; da werden die fiktiven Personen zu echten Freunden, mit denen man sich gerne mal unterhalten möchte - super!! <3

Auch die Geschichte an sich konnte mich überzeugen und hat mir zwei lustige Zugfahrten beschert! 

Mein Fazit:

Eine super süße Geschichte zum Lachen, Schmunzeln und Genießen. Sympathische Charaktere warten auf euch - schnuppert doch kurz mal in die Leseprobe hinein und gewinnt einen kleinen Einblick in das Buch. Im Moment gibt es das Ebook für nur 0,99€; schlagt also zu - ihr werdet es nicht bereuen!

Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!